Magdeburg (dpa/sa) - Nach monatelangem Ringen will Sachsen-Anhalt über seine Beteiligung an der Rettung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank entscheiden. Geplant ist, dass die schwarz-rot-grüne Landesregierung sich dazu heute bei einer Kabinettssitzung abschließend auf eine Hilfsoption festlegt.

Im Anschluss beschäftigt das Thema zum wiederholten Male die Finanzexperten im Magdeburger Landtag. Die Abgeordneten werden sich in einer Sondersitzung ebenfalls zu den denkbaren Optionen positionieren. Die Zeit drängt: Für Mittwoch ist ein Gespräch mit der Bankenaufsicht geplant, bei der die Rettungspläne stehen müssen.

Die NordLB braucht nach Milliardenverlusten aus der schwierigen Schiffsfinanzierung und wegen höherer Anforderungen der Aufsicht dringend 3,5 Milliarden Euro. Zudem soll sie verkleinert und neu aufgestellt werden. Ein Großteil der nötigen Summe wollten Haupteigentümer Niedersachsen, beteiligte Sparkassen sowie deren Sicherungssysteme übernehmen. Auch Sachsen-Anhalt soll als Träger 198 Millionen Euro beisteuern. Bisher ist noch nicht entschieden, ob das Land diese Summe über eine Beteiligungsgesellschaft bereitstellt oder über den Landeshaushalt Kredite aufnimmt. Letzteres wäre eine Abkehr vom selbstgesteckten Ziel, keine neuen Schulden aufzunehmen.