Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt hat das Haushaltsjahr 2017 mit einem Plus von 1,2 Millionen Euro abgeschlossen. Das teilte Finanzminister André Schröder (CDU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag mit. Im Januar war das Ministerium nach vorläufigen Zahlen noch von einem Überschuss von 800 000 Euro ausgegangen. Abschließende Berechnungen hätten den höheren Betrag ergeben, sagte Schröder. Durch den Überschuss erhöhten sich die Rücklagen des Landes auf 302 Millionen Euro. Zudem seien insgesamt 325 Millionen Euro Schulden abgebaut worden, sagte der CDU-Politiker.

Das Statistische Bundesamt veröffentlichte am Dienstag Zahlen, wonach Sachsen-Anhalts Schulden gestiegen sind. Demnach betrug der Schuldenstand des Landes zum 31. Dezember vergangenen Jahres 20,768 Milliarden Euro und damit 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Außer in Sachsen-Anhalt wuchs der Schuldenberg nur in Thüringen und Hamburg.

Schröder sprach von einer "Momentaufnahme", die zu falschen Schlussfolgerungen führe. Es werde immer wieder umgeschuldet und für kurze Zeit Kredite aufgenommen und dann auch wieder abgelöst. Zu bestimmten Stichtagen könne es deshalb so aussehen, als seien die Schulden gestiegen. Tatsächlich habe das Land aber Schulden getilgt.

Mitteilung des Statistischen Bundesamtes