Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt hat die Hilfen für von der Dürre 2018 betroffene Landwirte aufgestockt. Statt 51,2 Millionen Euro stehen nun insgesamt 60,1 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung, wie die Landesregierung am Dienstag mitteilte. Das Land erhöhte seinen Anteil, da auch der Bund weitere 4,95 Millionen Euro bereitstellt. Das jetzt zur Verfügung stehende Geld reiche aus, um allen betroffenen Landwirten die Hälfte ihrer Schäden auszugleichen, erklärte Agrarministerin Claudia Dalbert (Grüne). Rund 750 Betriebe hatten die staatliche Unterstützung beantragt.

Sachsen-Anhalt war von der Dürre des Sommers 2018 besonders stark betroffen. Die Bauern büßten teils über 30 Prozent ihrer Ernte im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt ein. Diese Marke ist auch Voraussetzung für die staatlichen Dürrehilfen. Landwirte müssen nachweisen, dass die Schäden für ihren Betrieb existenzbedrohend sind. Da diese Prüfung sehr aufwendig ist, leistete das Land zunächst Vorauszahlungen. Bislang flossen rund 23 Millionen Euro. Die endgültigen Auszahlungen müssen gemäß einer Vereinbarung zwischen Bund und Ländern bis spätestens Ende 2019 erfolgt sein.