Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Landesforstbetrieb steckt aufgrund enormer Sturmschäden, einer Schädlingsplage und geringen Erträgen beim Holzverkauf in einer finanziellen Klemme. Etwa zwei bis drei Millionen Euro fehlten dem sonst gewinnbringenden landeseigenen Unternehmen in diesem Jahr, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums am Montag in Magdeburg. Es werde nach einer Lösung gesucht. Möglich seien Betriebskostenzuschüsse, Gespräche dazu mit dem Finanzministerium liefen. Die "Mitteldeutsche Zeitung" hatte zuerst über die Finanzprobleme des landeseigenen Betriebs berichtet.

Hintergrund ist, dass Stürme 2017 und Anfang 2018 besonders viele Bäume beschädigt hatten. Im heißen und trockenen Sommer vermehrten sich Schädlinge wie der Borkenkäfer massiv und fanden im Schadholz Nahrung. Es musste mehr Holz aus den Wäldern geholt werden als sonst, zugleich wurden große Flächen aufgeforstet. Die Kosten stiegen. Zugleich sanken die Preise auf dem Holzmarkt, weil das Angebot so groß war. Das Land habe auch auf Wunsch der Privatwaldbesitzer Lager eingerichtet, um den regionalen Holzmarkt nicht noch weiter zu überschwemmen und den Preisverfall zu bremsen.

Laut "Mitteldeutscher Zeitung" wurden 250 000 Festmeter Holz eingelagert, um später bessere Erlöse zu erzielen. Der Landesforstbetrieb gehe von einem Gegenwert von 9 bis 10 Millionen Euro aus.

Beitrag "Mitteldeutsche Zeitung"

Pressemitteilung Linke-Landtagsfraktion