Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Die Evangelische Landeskirche Anhalts will in Zukunft die Arbeit in den Gemeinden auf mehr Schultern als bisher verteilen. Die Landessynode sprach sich mit großer Mehrheit für ein "Anhaltisches Verbundsystem" aus, wie ein Sprecher zum Ergebnis der eintägigen Zusammenkunft in Dessau-Roßlau mitteilte. "Alle Arbeitsbereiche der Landeskirche werden betrachtet", hieß es in dem Beschluss der Kirchenparlamentarier. "Wir müssen bereit sein für Veränderungen", betonte Kirchenpräsident Joachim Liebig.

Den Angaben zufolge werden bis 2025 viele Mitarbeiter im Pfarrdienst in den Ruhestand gehen. Nachwuchs zu gewinnen, werde immer schwieriger, die Gemeinden würden kleiner, begründete Liebig. Hintergrund ist der demografische Wandel.

Die Evangelische Landeskirche Anhalts hat nach eigenen Angaben rund 33 900 Mitglieder rund um Dessau-Roßlau bis in den Harz. Sie gehört zu den kleinen Kirchen in Deutschland, hat in rund 150 Dörfern und Städten ihre Gemeinden. Die Landessynode ist das Kirchenparlament.

Das "Anhaltische Verbundsystem" sieht eine engere Zusammenarbeit von Mitarbeitern im Pfarrdienst, in der Verwaltung, Gemeindediakonie sowie -pädagogik und in der Kirchenmusik vor. Ehrenamtliche sollen zugunsten geistlicher Arbeit von Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Eine Arbeitsgruppe befasst mit den Details.

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