Naumburg (dpa/sa) - Die Landräte des Burgenland- und des Saalkreises haben sich für eine schrittweise Öffnung von Gaststätten und Hotels zum schnellstmöglichen Zeitpunkt ausgesprochen. Ein entsprechendes Positionspapier übergaben Götz Ulrich (CDU) und Hartmut Handschak (parteilos) am Donnerstag an Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD), wie das Landratsamt des Burgenlandkreises mitteilte. Ulrich sei dabei auch in seiner Funktion als Vorsitzender des touristischen Regionalverbandes Saale-Unstrut tätig geworden, hieß es.

Die schrittweise Öffnung der Betriebe "wäre ein wichtiges Entgegenkommen für die vor allem mittelständischen Unternehmen und Familienbetriebe, deren Existenz jetzt auf dem Spiel steht", erklärte Ulrich der Mitteilung zufolge. Deshalb sollten Gaststätten und Herbergen unter strengen Hygieneauflagen ihr Geschäft wieder aufnehmen dürfen. Dabei müsse das Infektionsgeschehen im Burgenlandkreis weiter im Auge behalten werden. "Aber das ist im Moment sehr moderat, so dass wir kleine weitere Schritte gehen könnten, zum Beispiel mit Freisitzen beginnen und Abstand halten."

Zu den Forderungen der Landräte gehören auch nicht zurückzahlbare Zuschüsse für touristische Unternehmen, Gaststätten und Beherbergungsbetriebe sowie der Ausbau der Unterstützungsprogramme wie Kurzarbeitergeld, Steuererleichterungen und Liquiditätshilfen. Der Tourismus an Saale, Unstrut und Weißer Elster habe allein in den Monaten März und April schätzungsweise 50 bis 60 Millionen Euro eingebüßt, hieß es.