Naumburg (dpa/sa) - Götz Ulrich, CDU-Landrat des Burgenlandkreises, hat sich erleichtert über den Fahrplan zum Kohleausstieg geäußert. "Die vorzeitige Abschaltung des Kraftwerks Schkopau 2026 ist vom Tisch. Dem Revier bleibt damit ein weiterer Tiefschlag erspart", teilte er am Donnerstag mit. Jetzt könne der Strukturwandel geordnet angegangen werden.

Der Bund und die Kohle-Länder hatten sich in der Nacht zu Donnerstag auf einen Fahrplan zum Kohleausstieg geeinigt. Zwischenzeitlich war mit 2026 ein deutlich früheres Ausstiegsdatum für Schkopau diskutiert worden. Das Kraftwerk soll nun bis 2034 in Betrieb bleiben.

Ulrich lobte hierfür Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). "Er hat für das Mitteldeutsche Revier wie ein Löwe gekämpft. Wichtig ist jetzt, dass auch eine abschließende Einigung der Bundesregierung mit unserem Bergbauunternehmen Mibrag erfolgt."

Die Mibrag hat Tagebaue in Sachsen-Anhalt und Sachsen. Das Unternehmen fördert jährlich etwa 20 Millionen Tonnen Rohbraunkohle. Davon gelangen nach Unternehmensangaben pro Jahr etwa fünf Millionen Tonnen Braunkohle in das Kraftwerk Schkopau (Saalekreis), um daraus Energie zu gewinnen.