Magdeburg (dpa/sa) - Die Krise der Windenergieindustrie und der angekündigte Stellenabbau beim Anlagenbauer Enercon in Magdeburg beschäftigt den Landtag von Sachsen-Anhalt. Auf Antrag der SPD debattieren die Abgeordneten heute (ab 09.00 Uhr) die Folgen für den Wirtschaftsstandort. Die Linke will zudem erreichen, dass die Landesregierung Fördergeld künftig enger an den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Wertschöpfung vor Ort knüpft.

Die Firma Enercon mit Sitz im niedersächsischen Aurich hatte zuletzt angekündigt tausende Arbeitsplätze abzubauen, davon bis zu 1500 in Magdeburg. Enercon begründete das mit dem stockenden Ausbau von Windenergie auf dem deutschen Festland und machte dafür auch die Bundesregierung verantwortlich.

Derzeit stehen unter anderem die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in der Kritik, weil er festlegen will, dass Windräder mindestens einen Kilometer von Bebauung entfernt aufgestellt werden sollen. Das würde geeignete Flächen zur Aufstellung von Windrädern deutlich verringern. Sachsen-Anhalts Energieministerin Claudia Dalbert (Grüne) kündigte bereits an, diese starre Regelung mit einer Ausnahmegenehmigung zu unterlaufen.