Magdeburg (dpa/sa) - Die Corona-Pandemie hat auch die Ostergottesdienste in Sachsen-Anhalt beherrscht. Die Osterpredigt des evangelischen Landesbischofs Friedrich Kramer wurde in diesem Jahr vor dem Magdeburger Dom aufgezeichnet und bei YouTube veröffentlicht. Kramer betonte, die Osterbotschaft sei im Grunde das, was Jesus schon in seiner Verkündigung gesagt habe: Kehrt um und glaubt an das Evangelium. "Wir sollen uns umkehren von dem was uns klein, kaputt und tot macht, hin zu dem was Liebe, was Gemeinschaft bringt", sagte Kramer im Online-Gottesdienst zum Ostersonntag.

In der Predigt des katholischen Bischofs Gerhard Feige dankte er "allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich innerhalb und außerhalb der Kirche, dafür einsetzen, dass das Leben weitergehen kann – oft unter der Gefahr für sie selbst." Er betonte jedoch auch, dass das Leid unzähliger Menschen in unserem Land, aber auch in den Flüchtlingslagern und in den Slums so vieler Großstädte zum Himmel schreie.

Auf die Pandemie ging Kramer gemeinsam mit dem Bischof des Bistums Erfurt, Ulrich Neymeyr, in einem gemeinsam mit dem Kirchenpräsident der Evangelische Landeskirche Anhalts, Joachim Liebig, und dem Bischof des Bistums Magdeburg, Gerhard Feige, zuvor veröffentlichten Osterwort ein. "Gerade sieht es so aus, als ob die Osterzeit und das Ende der gesellschaftlichen Fastenzeit nicht zusammenfallen", hieß es darin. Ein großes Fastenbrechen werde aber kommen. Weiter: "Wir werden uns noch lange erinnern an diese Monate im Frühjahr 2020. Und wir werden nicht dieselben sein. Diese Erfahrungen werden ihre Spuren hinterlassen. Nicht nur schlechte."

Gemeinsame Osterbotschaft

Gottesdienst zum Ostersonntag mit Landesbischof Friedrich Kramer