Magdeburg (dpa/sa) - Die Lehrer in Sachsen-Anhalt sind im Vergleich mit anderen ostdeutschen Bundesländern überdurchschnittlich oft krankgeschrieben. Das berichtet die "Magdeburger Volksstimme" (Montag), die sich auf eine aktuelle Studie der Barmer-Krankenkasse beruft. Im Jahr 2017 fehlten in Sachsen-Anhalt Lehrer demnach im Schnitt 15,9 Tage, in den übrigen ostdeutschen Bundesländern seien es dagegen nur 14,9 Tage gewesen. Die Ausfälle hätten seit 2015 um 1,3 Tage zugenommen, bei Beschäftigten anderer Berufe seien es dagegen nur 0,4 Tage mehr geworden.

Hauptursache für den Ausfall der Lehrkräfte sind laut Zeitung psychische Erkrankungen wie Depression oder Burn-Out. Die Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Eva Gerth, geht davon aus, dass in Spitzenzeiten mehr als zehn Prozent aller Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt erkrankt sind. Davon seien etwa 400 langzeiterkrankt.

Artikel der Magdeburger Volksstimme