Magdeburg (dpa/sa) - Am ersten Tag der schärferen Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt ist die Lernplattform des Landes wegen hoher Nachfrage zusammengebrochen. Es habe in Sachsen-Anhalt ähnlich wie in anderen Bundesländern am Mittwoch Schwierigkeiten gegeben, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums. Grund sei die hohe Zahl an Zugriffen auf den Server. Noch am Mittwoch begannen Experten damit, die Systeme zu warten und konnten das Problem zunächst beheben.

Seit Mittwoch gelten in Sachsen-Anhalt wie bundesweit weitere Schließungsanordnungen. Für jüngere Schülerinnen und Schüler wurde die Präsenzpflicht aufgehoben. Jahrgänge ab der 7. Klasse sollen bis zum Wochenende mit digitalen Angeboten und Aufgaben für zu Hause im Fernunterricht lernen. Ziel ist es, dass möglichst wenig Schülerinnen und Schüler in die Schulen kommen und einander begegnen. Anschließend starten dreiwöchige Weihnachtsferien.

Sachsen-Anhalt sei derzeit dabei, seine Bildungsangebote auf die Server eines externen Dienstleisters umzusiedeln, so ein Sprecher des Bildungsministeriums. Sobald der Umzug abgeschlossen sei, könnten die Kapazitäten bei hoher Nachfrage auch kurzfristig aufgestockt werden. Bis dahin soll das System weiter stabilisiert werden, um weitere Ausfälle zu vermeiden.

Auch andere Bundesländer meldeten überlastete Lernplattformen. So fielen die Angebote unter anderem in Bayern, im Saarland, in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zeitweise aus oder sorgten für lange Wartezeiten.