Magdeburg (dpa/sa) - Die Linke fordert für Theater und Orchester mehr Geld vom Land. Die Kürzungen der vergangenen Jahre hätten zu massiven Strukturveränderung geführt, deren Folgen noch gar nicht absehbar seien, erklärte der kulturpolitische Sprecher der Linken-Fraktion, Stefan Gebhardt, am Donnerstag. "Wir sehen diese Kürzungen nach wie vor kritisch und erkennen bereits jetzt Handlungsbedarf für die Haushaltsplanaufstellung." Die Fraktion stellte eine Große Anfrage mit 168 Fragen zur Situation bei Theatern und Orchestern an die Landesregierung.

Derzeit verhandelt das Land mit den Theatern und Orchestern über die Finanzierung für die Jahre 2019 bis 2023. Kulturminister Rainer Robra (CDU) hatte Anfang März steigende Zuwendungen des Landes in Aussicht gestellt. Derzeit fließen jährlich 33 Millionen Euro an die Theater, 2023 sollen es dann rund 36 Millionen Euro sein. Mit dem Plus könnten etwa Tariferhöhungen für die Beschäftigten abgefangen werden, so Robra.

2014 hatte Sachsen-Anhalt die Zuwendungen an die Theater deutlich gekürzt. Die Grundförderung war von jährlich 36 auf 30 Millionen Euro gesenkt worden. Es flossen zudem mehrere Millionen in einen Strukturanpassungsfonds, über den etwa Abfindungen beim Personalabbau finanziert werden sollten.