Magdeburg (dpa/sa) - Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt warnt vor falschen Corona-Bußgeldbescheiden. Per E-Mail verschickten Cyberkriminelle die Bescheide wegen angeblicher Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz, teilte das LKA am Mittwoch in Magdeburg mit. In den Schreiben, die vorgeblich von einer Stadtverwaltung oder einer anderen Behörde stammten, werde die Nichteinhaltung des Mindestabstandes zu einer anderen Person als Ordnungswidrigkeit oder Straftat aufgeführt. Als Beweis werde auf vorhandene Videoaufzeichnungen öffentlicher Plätze verwiesen.

Die Täter fordern die Empfänger der E-Mails laut LKA auf, ein Bußgeld in Form von Bitcoins zu überweisen, einem digitalen Zahlungsmittel. Die Polizei warnt davor, auf die Forderungen einzugehen. Wer sie erhält, soll Anzeige erstatten. "Bußgeldbescheide werden nicht per E-Mail verschickt und amtliche Forderungen niemals in Form von Bitcoins erhoben", erklärte LKA-Direktor Jürgen Schmökel.