Magdeburg (dpa/sa) - Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zu möglichen Ungereimtheiten bei Lotto-Toto Sachsen-Anhalt setzt seine Arbeit am heutigen Freitag fort. Es sind mehrere Zeuginnen und Zeugen geladen, von denen sich die Abgeordneten Aufschluss etwa über die Vorgänge in einer Zerbster Lotto-Annahmestelle erwarten, in der enorm hohe Oddset-Umsätze und Gewinne aufgelaufen waren. Der Laden war Ende Januar dieses Jahres geschlossen worden. Auch in weiteren Lotto-Geschäften in der Nähe war besonders viel bei der Sportwette gesetzt und gewonnen worden. Der U-Ausschuss geht dem Schwerpunkt Geldwäsche nach.

Das Gremium war auf Antrag der AfD im vergangenen Jahr eingerichtet worden und nimmt verschiedene Komplexe unter die Lupe. Neben möglicher Geldwäsche und dem Spielerschutz geht es auch um die Fragen, ob und inwiefern es Ungereimtheiten bei der Vergabe von Jobs und Fördermitteln gab. Die Landeslottogesellschaft selbst sieht keine Verstöße.

Der Landesrechnungshof hat in einem aktuellen Prüfbericht einzelne Förderungen kritisiert, darunter die Dauerförderung von jährlich wiederkehrenden Kulturveranstaltungen wie den Händel-Festspielen. Auch das Verfahren bei der Stellenbesetzung der Lotto-Bezirksleiter wurde negativ beurteilt.

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