Dessau-Roßlau (dpa) - Die freigestellte Dessauer Bauhaus-Pressesprecherin Helga Huskamp ist nach Ansicht der Grünen-Politikerin Cornelia Lüddemann ein Bauernopfer in der Diskussion um die Absage des Konzerts von Feine Sahne Fischfilet. "Ohne ihr zu nahe treten zu wollen, die Pressesprecherin ist die dritte Reihe", sagte die Landtagsfraktionschefin und Vertreterin des Landes im Stiftungsrat des Bauhauses am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Im Kern gehe es in dem Fall um die Entscheidung über die Absage des Konzerts von Feine Sahne Fischfilet auf der Bauhausbühne, und die habe die Direktorin Claudia Perren nach einer Beratung mit Kulturminister Rainer Robra (CDU) getroffen. Die Rolle von Perren und dem Stiftungsratsvorsitzenden Robra sei für sie die entscheidende, betonte Lüddemann.

Mit der Freistellung der Sprecherin hat die Diskussion um die Absage des Konzerts der linken Punkband am Bauhaus erste personelle Konsequenzen. Die Stiftung hatte ein ZDF-Konzert in der Reihe "zdf@bauhaus" mit der Band abgelehnt, nachdem rechte Gruppierungen zum Protest gegen den Auftritt aufgerufen hatten. Stiftungsdirektorin Claudia Perren hatte nach der anschließenden massiven Kritik Fehler bei der Kommunikation eingeräumt. "Das ist wirklich ganz schief gelaufen", hatte Perren am Mittwoch gesagt.

Feine Sahne Fischfilet wird nun am 6. November in der Alten Brauerei in Dessau auftreten.

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