Magdeburg (dpa) - Peter Fechner, Präsident des 1. FC Magdeburg, sieht mögliche Geisterspiele in der 3. Liga kritisch und hat sich gegen eine Sonderrolle des Fußballs in der Coronavirus-Pandemie ausgesprochen. Der Clubchef verwies darauf, dass viele Vereine Ausnahmegenehmigungen beantragt hätten, damit trainiert werden könne. "Vielen Verantwortlichen würde es aber guttun, wenn sie sich nicht über die Gesellschaft stellen, wenn sie auf Sonderrechte verzichten würden", sagte Fechner der "Magdeburger Volksstimme" (Samstag).

Der Deutsche Fußball-Bund, der Ausschuss 3. Liga und die Verantwortlichen der 20 Clubs hatten sich am Donnerstag darauf geeinigt, dass der Spielbetrieb vorerst nicht abgebrochen wird. Bei der Möglichkeit, die Saison ohne Zuschauer zu Ende zu spielen, betonte Fechner die Rolle der Anhänger. "Die Fans werden vergessen, wenn darüber diskutiert wird, wie es jetzt weitergeht", sagte der 65-Jährige. "Es geht oft nur ums Geld, um zu viel Kommerz. Ich würde mir wünschen, dass die Fans mehr einbezogen werden."

Für die Drittligisten drohen durch mögliche Geisterspiele auch finanzielle Konsequenzen aufgrund der wegfallenden Zuschauereinnahmen. Unter anderem der Ligakonkurrent Hallesche FC hatte sich zuletzt deutlich dagegen ausgesprochen.

Mitteilung FCM

Aussagen bei der Magdeburger Volksstimme