Halle (dpa/sa) - Magdeburg ist Spitzenreiter bei den Gewerbesteuereinnahmen in Sachsen-Anhalt. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Halle mitteilte, überwiesen die Unternehmen im vergangenen Jahr 112 Millionen Euro an die Landeshauptstadt. Das waren drei Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: Die ungefähr gleich große Stadt Halle nahm mit 68 Millionen Euro deutlich weniger ein. Das Plus im Vergleich zu 2017 lag bei 17 Prozent. Zusammen mit Dessau-Roßlau verbuchten die drei kreisfreien Städte ein Viertel der Gewerbesteuer im Land. Insgesamt seien die Einnahmen ungleich verteilt, hieß es.

Ein Zehntel der knapp 220 Gemeinden im Land nahm zwei Drittel der Gewerbesteuern ein. Berechnet man die Einnahmen pro Kopf, liegt erneut Lützen im Burgenlandkreis vorn: Dort wurden pro Einwohner rechnerisch fast 5500 Euro gezahlt. Zum Vergleich: Der landesweite Schnitt lag bei 378,80 Euro.

Insgesamt konnten die Kommunen voriges Jahr erneut ein Plus bei den Gewerbesteuern verbuchen. Sie nahmen 839 Millionen Euro ein, das waren 48 Millionen Euro beziehungsweise 6 Prozent mehr als noch 2017. Binnen zehn Jahren stieg die Summe, die Gewerbetreibende an die Städte und Gemeinden überwiesen, laut Mitteilung um ein Drittel.

Mitteilung des Statistischen Landesamts zu Gewerbesteuereinnahmen