Magdeburg (dpa/sa) - Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) hat die Bürger dazu aufgerufen, Menschenansammlungen jeder Art zu meiden. Dazu gehörten auch vermeidbare Gänge zu den Ämtern, sagte Trümper am Sonntag in Magdeburg. "Die Gesamtzahl muss deutlich reduziert werden." Damit sollten sowohl die Verwaltungsmitarbeiter als auch die Besucher selbst geschützt werden.

Als Kommune schließe Magdeburg derzeit keine Restaurants, Geschäfte und Fitnessstudios, sagte Trümper. "Wir empfehlen aber, da nicht hinzugehen." Er wünsche sich eine bundesweit einheitliche Regelung.

"Wir werden mit zunehmenden Infektionen zu rechnen haben, darauf sind wir eingestellt", sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Eike Hennig, am Sonntag in Magdeburg. Bis zum Sonntag waren 14 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bestätigt.

Am Montag werde es bei einem Runden Tisch mit den Krankenhäusern besprochen. Ziel sei, dass künftig auf alle Besuche verzichtet wird. "Wir müssen das Personal in den Krankenhäusern schützen", sagte Hennig. Das solle auch für die Pflegeheime gelten. Ausnahmen sollten möglich sein, etwa für Menschen in der allerletzten Lebensphase.

Der Oberbürgermeister betonte, von Montag an seien die Kitas und Schulen geschlossen. Die Stadt richte eine Notbetreuung für die Kinder von Menschen ein, die in "systemrelevanten" Bereichen arbeiten. Dazu gehörten etwa die Gesundheits- und Pflegeberufe, Feuerwehr, die Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, Justiz sowie Erzieherinnen.

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