Magdeburg (dpa/sa) - Weil mehrere Stunden lang falsche Stimmzettel ausgegeben wurden, muss die Magdeburger Stadtratswahl in einem Wahlbezirk wiederholt werden. Nach Angaben der Stadt vom Mittwoch geht es um 263 Stimmzettel. In dem Wahllokal im Stadtteil Kannenstieg waren am Wahlsonntag bis 14 Uhr Stimmzettel ausgegeben worden, die eigentlich für einen anderen Wahlbezirk bestimmt waren. Die Stimmzettel aller Wähler, die bis zu diesem Zeitpunkt abstimmten, sind deshalb ungültig. Zwar habe das für das Gesamtwahlergebnis wohl keinen Einfluss, hieß es. Vor allem auf der Ebene der Verteilung der Mandate innerhalb einer Partei könne es aber Veränderungen geben.

Die definitive Entscheidung zur Wahlwiederholung trifft den Angaben zufolge der Stadtrat in seiner konstituierenden Sitzung am 4. Juli. Die Nachwahl soll voraussichtlich im dritten oder vierten Quartal 2019 stattfinden. In einem zweiten Wahllokal fiel ein ähnlicher Fehler früher auf - hier prüft der Stadtwahlleiter noch, ob sich das auf das Ergebnis ausgewirkt haben könnte.

Laut vorläufigem Ergebnis schnitt die CDU bei der Stadtratswahl am Sonntag knapp vor der SPD als stärkste Partei ab. Die Christdemokraten kamen auf 18,6 Prozent, 6,6 Prozentpunkte weniger als 2014. Für die Sozialdemokraten stimmten 16,9 Prozent der Wähler. 2014 hatte die Partei mit 25,4 Prozent noch knapp vor der CDU an der Spitze gelegen. Die Grünen steigerten sich deutlich auf 15,4 Prozent. Die Linke kam auf 15,3 Prozent, die AfD holte 14,4 Prozent.