Magdeburg (dpa/sa) - Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper sieht die künftige Pflicht, beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn Mund und Nase zu bedecken, kritisch. "Ich hätt's nicht gemacht, aber ich hab es nicht zu entscheiden", sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Die Zahlen etwa für Magdeburg gäben die neue Restriktion aus seiner Sicht nicht her. In der Stadt gebe es rund 100 nachgewiesene Infektionen, die Zahl steige sehr langsam. Alle Fälle könnten nachvollzogen werden.

Trümper sagte, man müsse den Menschen mehr zutrauen und nicht jeden Tag neue Befehle geben und Ansagen machen. Aus seiner Sicht gingen die Menschen schon jetzt sehr verantwortungsvoll mit der Situation um.

Die Landeshauptstadt Magdeburg mache es sich zur Aufgabe, noch genauer auf Alten- und Pflegeheime zu schauen. Der Leiter des Gesundheitsamts, Eike Hennig, kündigte an, dass das Pflegepersonal einzelner Einrichtungen auf das neuartige Coronavirus untersucht werde. Bislang seien in der Landeshauptstadt keine Infektionen in Alten- und Pflegeheimen bekannt. Unerkannte Infizierte ohne Symptome seien ein Unsicherheitsfaktor, sagte der Amtsarzt. Die Bewohner sind aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen besonders gefährdet.