Dessau-Roßlau/Zörbig (dpa/sa) - Weil sie ihren Ehemann mit einem Messer erstochen haben soll, muss sich eine 44 Jahre alte Frau vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Totschlag vor. Der Prozess beginnt am 13. April vor dem Landgericht in Dessau-Roßlau, wie ein Sprecher am Dienstag mitteilte. Die Frau habe die Tat eingeräumt.

Laut Anklage hatte sich das Paar im Juli 2017 in einem Garten in Zörbig (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) gestritten. Die Frau habe daraufhin zu einem Obstmesser gegriffen, auf ihren 48 Jahre alten Mann eingestochen und ihn schwer verletzt in der Laube zurückgelassen.

Stunden später kehrte sie den Angaben zufolge in den Garten zurück. Dabei erzählte sie einem Nachbarn, sie habe ihren Ehemann tot in der Laube vorgefunden. Der Gartennachbar rief die Polizei. Im Zuge der Ermittlungen wurde die Frau drei Monate später als Tatverdächtige festgenommen. Gegen sie wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Totschlags erlassen und sie kam in Untersuchungshaft. Das Gericht hat Verhandlungstermine bis zum 8. Mai anberaumt.