Leipzig (dpa/sn) - Die Finanzämter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben einem Medienbericht zufolge im vergangenen Jahr zusammen rund 724 Millionen Euro aus der Grunderwerbssteuer eingenommen. Das sind etwa 10 Prozent mehr als 2017, wie das MDR-Magazin "Umschau" (12. März) berichtet. Dies habe eine Anfrage bei den Finanzämtern der Länder ergeben. Die Steuer fällt beim Kauf von Grundstücken an.

Den Angaben zufolge zahlten Immobilienkäufer in Sachsen 2018 rund 338 Millionen Euro Grunderwerbssteuer - etwa 37 Prozent mehr als noch 2014. In Sachsen-Anhalt stiegen die Zahlen im gleichen Zeitraum um fast 60 Prozent auf 187 Millionen Euro und in Thüringen sogar um rund 84 Prozent - fast 200 Millionen Euro mehr.

Die erhöhten Einnahmen sind laut Immobilienwissenschaftler Stefan Kofner von der Hochschule Zittau-Görlitz sowohl auf gestiegene Immobilien- und Grundstücksverkäufe als auch auf höhere Preise zurückzuführen. Die Immobilienpreise seien vor allem in urbanen Räumen wie Dresden, Leipzig, Jena, Weimar und Erfurt kräftig gestiegen, sagte er dem MDR-Bericht zufolge. Zudem sei die Steuer in Thüringen 2017 von 5 auf 6,5 Prozent erhöht worden.

Thüringen erhebe mit Schleswig-Holstein, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg bundesweit die höchste Steuer (6,5 Prozent). Sachsen-Anhalt berechnet demnach 5 Prozent, Sachsen 3,5 Prozent.