Magdeburg (dpa/sa) - Der Krankenhausplan Sachsen-Anhalts für die kommenden zwei Jahre sieht den Erhalt der bestehenden Krankenhäuser und mehr Behandlungsmöglichkeiten für psychiatrisch Kranke vor. Künftig werde es 47 Krankenhäuser geben, durch eine Zusammenführung von zwei Häusern in Haldensleben eines weniger als bislang, kündigte Sozialstaatssekretärin Beate Bröcker (SPD) am Dienstag nach der Kabinettsentscheidung an. Es seien neue psychiatrische Tageskliniken in Gardelegen, Gommern, Köthen, Weißenfels sowie in der Kinder- und Jugend-Psychiatrie in Zeitz und Quedlinburg geplant.

Damit wachse die Zahl der Plätze im Bereich der psychiatrischen Tageskliniken für Erwachsene von 560 um 181, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie gebe es 50 zusätzliche Plätze. "Das ist uns wichtig, weil wir gerade im Kinder- und Jugendbereich so eingreifen wollen, dass eine Gesundung eintritt und nicht der Drehtür-Effekt eintritt", sagte Bröcker.

Erstmals sind laut Sozialministerium auch verbindliche Kooperationen zwischen den Häusern vorgeschrieben. Das gelte für den Raum Halle, wo es Pläne für eine Zusammenarbeit der onkologischen Zentren und eine bessere Abstimmung bei der kindermedizinischen Versorgung geben soll.

Zudem müssten die Kliniken bei bestimmten Behandlungen Mindestmengen vorweisen, damit die Qualität auch gesichert sei. Auch die Zahl und die Qualifizierung der Fachkräfte spielte eine Rolle bei der Aufnahme in den Krankenhausplan, hieß es. Einige Fachabteilungen und Schwerpunkte seien auf der Grundlage nicht mehr aufgenommen worden. Nicht mehr enthalten seien etwa die Geburtshilfe sowie die Kinder- und Jugendmedizin am Ameos Klinikum Haldensleben, in Zerbst und die Geburtshilfe in Weißenfels.

Der Krankenhausplan ist die Grundlage für die Verhandlungen zwischen den Krankenhausträgern und den Krankenkassen über die Leistungen und die Qualität.

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