Magdeburg (dpa/sa) - Labore in Sachsen-Anhalt haben zuletzt deutlich mehr Corona-Tests ausgewertet. Ende Juli habe die Zahl der Proben täglich im Schnitt bei 3370 gelegen, wie Ute Albersmann, Sprecherin des Gesundheitsministeriums, am Montag sagte. Damit gibt es im Land im Schnitt 50 Prozent mehr Tests als Mitte Mai, als täglich rund 2280 Proben in den Labors ausgewertet wurden.

Die Kapazitäten reichten allerdings für 8800 und damit mehr als doppelt so viele Tests, sagte Albersmann. In Sachsen-Anhalt werten die Labore der Unikliniken Magdeburg und Halle, des Landesamts für Verbraucherschutz sowie privater Anbieter die Corona-Proben aus.

Derzeit sorgen vor allem die Rückkehrer aus dem Sommerurlaub für ein erhöhtes Test-Aufkommen. Seit Anfang August gilt die Auflage, dass sich Menschen bei den örtlichen Gesundheitsämtern melden müssen, die in einem Corona-Risikogebiet waren. Wer nicht in häusliche Quarantäne will, muss einen Corona-Test machen. Zudem haben alle, die aus dem Ausland zurückkehren, das Recht, sich kostenlos testen zu lassen.

Aus den vorliegenden Meldungen lasse sich bisher nicht ablesen, dass es Gebiete gebe, in denen sich besonders viele Sachsen-Anhalter angesteckt hätten, sagte Ministeriumssprecherin Albersmann. Bei den zwölf neuen Fällen, die am Wochenende gemeldet wurden, seien zwei Betroffene aus Österreich zurückgekehrt, zwei aus Bulgarien, aber auch einer von der Ostsee. Bei den anderen Infektionsfällen laufe die Aufarbeitung zu früheren Aufenthaltsorten noch.

Insgesamt seien seit Anfang August etwas häufiger Bulgarien-Urlauber positiv getestet worden. Doch auch in Polen, Italien und der Türkei hätten sich einige der positiv getesteten Menschen angesteckt.