Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalts Krankenhäusern werden zunehmend Covid-19-Patienten mit schwerem Verlauf behandelt. Derzeit sind 98 Intensiv- und Beatmungsbetten mit diesen Patienten belegt, davon werden 57 künstlich beatmet, wie das Sozialministerium am Dienstag in Magdeburg mitteilte. Vor einer Woche waren noch 62 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt gewesen, 33 wurden beatmet.

Dem Ministerium wurden von Montag- bis Dienstagnachmittag 473 Neuinfektionen gemeldet, die Zahl der aktuell Infizierten liegt damit bei 6993. Vor einer Woche waren es noch 5480 gewesen. Binnen eines Tages starben 13 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. In der Summe sind es bislang 303 im Land, vor einer Woche lag die Zahl noch bei 229.

Die landesweite Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und sieben Tagen erreichte am Dienstag mit 165,53 erneut einen Höchstwert. Der Burgenlandkreis hatte mit 290,19 die höchste Zahl von Ansteckungen je 100 000 Einwohnern in sieben Tagen. Der Landkreis Wittenberg lag bei 235,29. Dort gilt seit Mittwoch eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr dürfen die Einwohnerinnen und Einwohner ihre Häuser nur mit triftigem Grund verlassen. Dazu gehören Arbeit, medizinische Behandlungen oder die Begleitung Minderjähriger.

In Sachsen-Anhalt sind seit Beginn der Pandemie 19 488 Corona-Fälle erfasst und 1686 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt worden.

Pressemitteilung Sozialministerium zu Fallzahlen vom 15.12.2020

Ergänzung der Allgemeinverfügung des Landkreises Wittenberg