Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind zuletzt mehr Frauen an Krebsarten gestorben, die in Zusammenhang mit Rauchen stehen. Von 2006 bis 2016 erhöhte sich die Zahl um etwa ein Viertel auf 452, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai mitteilte. Die Statistiker berücksichtigten bei ihrer Auswertung Krebs in Lunge, Bronchien, Kehlkopf oder Luftröhre. Neuere Zahlen liegen demnach nicht vor.

Männer sterben nach wie vor deutlich häufiger an solchen Krebsarten, bei ihnen ist der Trend jedoch umgekehrt. Im Zehnjahresvergleich sank die Zahl bei den Männern um knapp 100 Fälle auf 1081. Etwa ein Drittel der verstorbenen Männer und Frauen war unter 65 Jahre alt. Bei einer Befragung im Rahmen des Mikrozensus 2017 gab etwa jeder dritte Mann in Sachsen-Anhalt an, zu rauchen. Bei den Frauen war es jede Fünfte.

Mitteilung des Statistischen Landesamtes