Magdeburg (dpa/sa) - Für Schülerfahrten zu den Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt sollen im kommenden Jahr 75 000 Euro zur Verfügung stehen. Die Zuweisung der Mittel sei noch vom Beschluss des Landtags zum Haushalt 2020/21 abhängig, sagte Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung am Donnerstag in Magdeburg. Er sei jedoch zuversichtlich, dass das erfolgreiche Programm in erweiterter Form fortgesetzt werden könne.

In diesem Jahr haben seinen Angaben nach rund 4300 Schüler aus 93 Schulen von dem Angebot profitiert. Sie nutzten das Angebot der Landeszentrale, einen der zur Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt gehörenden Erinnerungsorte an die beiden deutschen Diktaturen zu besuchen. Am häufigsten besucht wurde nach Reichels Angaben die Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie in Bernburg, gefolgt von der Gedenkstätte Marienborn, einst größte Grenzübergangsstelle der DDR.

"Wer einmal vor Ort gesehen hat, wohin Ideologien führen können, wird sich später verstärkt für Freiheit und Demokratie einsetzen", hofft Reichel. Die Landeszentrale finanziert die Fahrtkosten zu den Gedenkstätten per Bus oder Bahn vollständig.

Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt