Wiesbaden/Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind erneut deutlich mehr Menschen gestorben als Babys geboren wurden. Rund 32 800 Todesfällen standen im vergangenen Jahr nur etwa 17 800 Geburten gegenüber. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor, die am Freitag veröffentlicht wurden.

Die Schere zwischen Geburts- und Todeszahlen hat sich damit weiter vergrößert. 2016 standen nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Halle noch rund 31 500 Todesfälle etwa 18 100 Geburten gegenüber. Es waren so viele Kinder geboren worden wie seit 15 Jahren nicht mehr - die Marke von 18 000 Neugeborenen war davor zuletzt 2001 überschritten worden.

Auch bundesweit bekamen Frauen 2017 etwas weniger Kinder als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen rund 785 000 Babys lebend auf die Welt, rund 7000 Neugeborene (0,9 Prozent) weniger als 2016. Dagegen hat sich die Zahl der Sterbefälle laut Statistik 2017 um 2,4 Prozent auf 933 000 Tote erhöht. Seit 1972 starben somit in jedem Jahr mehr Menschen, als Kinder geboren wurden. 2017 lag die Differenz bei etwa 147 000 Menschen, im Jahr 2016 bei 119 000.

Mitteilung des Statistischen Bundesamtes zu Zahlen auf Bundesebene