Halle (dpa/sa) - Tropennächte und weniger kalte Tage: Das Klima in Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen sechs Jahrzehnten stark geändert. Das geht aus einer vom Landesamt für Umweltschutz in Halle beauftragten Auswertung der Daten von 380 Messstationen hervor. So habe es beispielsweise in den 1950er-Jahren keine sogenannten Tropennächte gegeben, sagte Präsident Klaus Rehda am Donnerstag in Halle. Meteorologen verstehen darunter Nächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad Celsius fallen. In den vergangenen Jahren seien hingegen drei bis vier dieser Nächte vorgekommen - vor allem in Magdeburg und Halle.

Im Schnitt stiegen die Höchsttemperaturen an den verschiedenen Messstationen seit 1951 um 1,5 bis 2,0 Grad Celsius, die Tiefsttemperaturen um 1,0 bis bis 1,5 Grad Celsius. Die Messstationen sind den Angaben zufolge über das gesamte Land verteilt - vom Brocken bis ins Flachland. Der untersuchte Zeitraum reicht von 1951 bis 2014.