Magdeburg (dpa/sa) - Pflegende Angehörige sollen sich künftig besser austauschen können und damit im Alltag entlastet werden. Dazu sollen Selbsthilfekontaktstellen und -gruppen in Sachsen-Anhalt mehr als 650 000 Euro jährlich erhalten, wie das Sozialministerium am Donnerstag in Magdeburg mitteilte. Das Geld kommt von den Pflegekassen und vom Land. Grundlage ist eine bundesgesetzliche Regelung. "Pflegende fühlen sich teilweise alleingelassen, schlecht informiert über Hilfsmöglichkeiten und sind mit der Pflegesituation manchmal auch überfordert", erklärte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD).

Landesweit gibt es den Angaben zufolge 14 Selbsthilfekontaktstellen mit hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie sollen personell aufgestockt werden. So sollen mehr Selbsthilfegruppen von Pflegebedürftigen, Angehörigen oder helfenden Nachbarn gegründet und begleitet werden können.

Rund 73 Prozent aller Pflegebedürftigen im Land werden laut Ministeriumsangaben zu Hause betreut, der Großteil von Angehörigen.

Pressemitteilung

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