Magdeburg (dpa/sa) - 93 Prozent der Menschen in Deutschland fühlen sich laut einer Studie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in ihrem Alltag wertgeschätzt. Die meisten Menschen erfahren eigenen Angaben zufolge Wertschätzung vor allem in der Familie und im Freundeskreis, wie die Universität am Donnerstag in Magdeburg mitteilte. Allerdings erfahre jeder Zweite (53 Prozent) auch Geringschätzung - und das eher in öffentlichen Bereichen, wie zum Beispiel dem Arbeitsplatz.

Dabei mache die sogenannte Schichtposition einen großen Unterschied, hieß es: Je höher das Einkommen und die Bildung einer Person, desto besser falle auch dessen Wertschätzungsbilanz aus. "Auch der Erwerbsstatus ist wichtig, denn im Gegensatz zu Erwerbstätigen erfahren Arbeitslose weit weniger Wertschätzung und mehr Geringschätzung", berichtete der Soziologe Jan Delhey.

Keinen Unterschied hingegen mache die regionale Herkunft. Ost- und Westdeutsche fühlten sich im Alltag gleichermaßen wert- und gering geschätzt. Auch Menschen mit Migrationshintergrund unterschieden sich der Studie - die auf Daten aus dem Jahr 2016 beruht - nach in ihrer Wertschätzungsbilanz nicht vom Rest der Bevölkerung.

Die Studie im Internet

Mitteilung der Otto-von-Guericke-Universität