Dessau-Roßlau (dpa/sa) - AfD-Bundeschef Jörg Meuthen hat nach den Debatten rund um die Demonstrationen in Chemnitz eine pauschale Feindlichkeit gegenüber Ostdeutschen beklagt. "Da wird ganz Ostdeutschland, und Sachsen im Besonderen, in Sippenhaft für die in der Tat inakzeptablen und schlimmen Vergehen einiger weniger Vollidioten genommen", sagte er auf einem Landesparteitag der AfD Sachsen-Anhalt am Sonntagnachmittag in Dessau-Roßlau. Er bezog sich auf die Demonstrationen, bei denen Rechtsradikale Hitlergrüße zeigten und zahlreiche Straftaten begingen.

Gleichzeitig rief Meuthen die Landes-AfD minutenlang zu mehr Geschlossenheit auf. Hintergrund sind die jüngsten Querelen um kurzzeitig online veröffentlichte private Nachrichten zwischen Ex-Landeschef André Poggenburg und einer Frau. Poggenburg hatte daraufhin in einem internen AfD-Chat Kritiker in den eigenen Reihen dafür verantwortlich gemacht und davon gesprochen "was für ein Rattenloch eine Partei oder Fraktion überhaupt sein kann".