Leipzig (dpa) - Es ist ein Tag mit Superlativen mitten in der Corona-Krise: Der größte Frachtflugzeugtyp der Welt, eine Antonow An-225, ist am Montagmorgen mit 10,3 Millionen Schutzmasken aus China am Flughafen Leipzig/Halle gelandet. "Das ist Teil einer Lieferung von insgesamt 25 Millionen Masken", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), die das Frachtflugzeug auf der Landebahn begrüßte.

Während des Pressetermins mit Kramp-Karrenbauer standen die Beteiligten teils sehr eng, einige trugen keine Schutzmasken. Auf Kritik im Netz reagierte das Verteidigungsministerium mit einem Tweet: "Leider haben sich heute in Leipzig nicht alle an die Regeln gehalten. Das bedauern wir sehr und überprüfen auch unsere eigene Organisation", hieß es darin.

Von Journalisten umringt sagte Kramp-Karrenbauer auf der Landebahn: "Normalerweise werden diese Flugzeuge genutzt, um großes Gerät von Afghanistan, von Mali aus den Einsätzen hierher zu bringen oder dorthin zu bringen." Etwa Hubschrauber und Panzer werden mit der Antonow An-225 transportiert. In der Corona-Krise würden die Frachter eingesetzt, um Masken nach Deutschland zu bringen. Der Transport ist Teil der Amtshilfe der Bundeswehr in der Corona-Krise. Das Flugzeug Antonow An-225 kann bis zu 250 Tonnen Fracht transportieren.

Die "Luftbrücke" besteht laut Bundeswehr aus insgesamt drei Frachtflügen. Ein erstes Transportflugzeug hatte am Sonntag mit 8,3 Millionen Schutzmasken den Flughafen Leipzig/Halle erreicht. Am Mittwoch wird eine dritte Lieferung mit 6,6 Millionen Schutzmasken erwartet. "Der Flughafen Leipzig ist für die Bundeswehr mittlerweile das größte Drehkreuz geworden", sagte Kramp-Karrenbauer.

Die Schutzmasken würden von Leipzig über eine private Spedition an die Bundesländer verteilt. "In den Bundesländern ist es Sache der Gesundheitsminister vor Ort, festzulegen, welche Einrichtung wie viele Masken bekommen", erklärte die Verteidigungsministerin. Um sicherzugehen, dass die Masken auch funktionstüchtig sind, wird laut Kramp-Karrenbauer die Qualität in Stichproben bereits in China getestet. Auch in Deutschland werde das Material kontrolliert.

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