Berlin (dpa) - Mehrere ostdeutsche Bundesländer wollen bei der Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus enger zusammenarbeiten. Bei einem Treffen in Berlin berieten die Innenressortchefs von Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am Mittwoch unter anderem über den Aufbau eines gemeinsamen Trainingszentrums für Spezialeinsatzkommandos (SEK) und andere Polizeikräfte.

"Bei der Terrorabwehr ist permanentes Training eine wichtige Säule", sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD). "Hier ist es sinnvoll, unsere Kapazitäten länderübergreifend zu bündeln." Gerade SEK-Kräfte müssten speziell ausgebildet werden und benötigten dafür eigene Übungsgelände. Das koste "einen Haufen Geld" und sei auch sonst sehr aufwendig. "Deshalb ist es sinnvoll, sich hier zusammenzutun."

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) nannte als möglichen Standort für das "Einsatztrainingszentrum für Terrorabwehr" den Landkreis Teltow-Fläming südlich von Berlin. Nach den Worten Geisels sind die Beratungen dazu jedoch noch nicht abschlossen.

Enger kooperieren wollen die vier Länder auch bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus. "Wir wollen im Bereich Rechtsextremismus frühzeitig Radikalisierungstendenzen entdecken und durch geeignete Maßnahmen gegensteuern, um die Spirale der Radikalisierung zu durchbrechen", sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU).