Magdeburg (dpa/sa) - Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Belgien sieht sich das Landwirtschaftsministerium für den Fall der Fälle gerüstet. Die Lage sei ernst, aber Sachsen-Anhalt sei sehr gut vorbereitet, erklärte Ministerin Claudia Dalbert (Grüne) am Freitag. Es seien zahlreiche Maßnahmen eingeleitet worden, um ein mögliches Auftreten der Tierseuche früh zu erkennen. Wildschweinbestände würden genau beobachtet, tot aufgefundene Tiere untersucht. Jäger erhalten eine Prämie von 50 Euro für jedes untersuchte tote Wildschwein. Tierhaltende Betriebe müssen strenge Sicherheitsvorkehrungen einhalten und ihre Mitarbeiter belehren.

Nach Fällen in Osteuropa wurde die Afrikanische Schweinepest nun auch bei zwei toten Wildschweinen in Belgien nachgewiesen. Die Seuche ist für den Menschen ungefährlich, könnte aber in Zuchtbetrieben große wirtschaftliche Schäden anrichten. Der Erreger kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Schuhsohlen oder Autoreifen übertragen werden. Schon ein unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen könne ausreichen, um die Seuche einzuschleppen, hieß es aus dem Agrarministerium. Sachsen-Anhalt sei in engem Austausch mit den Ländern in Osteuropa, die schon Erfahrung mit der Seuche haben.