Bad Kösen (dpa) - Mit scharfer Schere und flinken Fingern: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ist unter die Erntehelfer gegangen. Im Landesweingut Kloster Pforta legte er am Dienstag in Bad Kösen (Burgenlandkreis) selbst mit Hand an, um bei der Lese für den Jahrgang 2019 die Trauben von den Weinstöcken zu holen. Im Weinberg "Saalhäuser" bekam er einen Eimer in die Hand gedrückt, um gemeinsam mit anderen Helfern zügig und sorgsam das Erntegut zu lesen. Die eine oder andere Weintraube der Rebsorte Weißburgunder ließ sich der Regierungschef, der wetterfeste Kleidung trug, dabei am Stock schmecken.

Süß müssen bei ihm die Weine sein, verriet er. Seine Frau Gariele kenne sich allerdings bei der Auswahl der Weine im Hause Haseloff besser aus. Belohnt wurden Haseloff und die anderen Helfer am Ende des Erntetages mit einem weiten Blick über das romantische Tal. Gut 600 Kilogramm Weintrauben war ihr Ertrag. Mit 100 Grad Oechsle ein super Ergebnis, lobte Weinbauleiterin Franziska Zobel auch die Qualität der Trauben.

Im Gebiet Saale-Unstrut rund um Bad Kösen, Freyburg und Naumburg wird seit mehr als 1000 Jahren Wein angebaut. Das Landesweingut hat nach eigenen Angaben eine Anbaufläche von rund 50 Hektar. Rund 300 000 bis 400 000 Flaschen Wein werden pro Jahr hergestellt. Auf rund 30 Prozent der Anbaufläche des Landesweingutes stehen Rebstöcke für Rotweine, auf 70 Prozent für Weißweine. Typische Rebsorten in dem rund 800 Hektar großen Anbaugebiet Saale-Unstrut sind Weißburgunder, Müller-Thurgau, Silvaner sowie Portugieser und Dornfelder.

Landesweingut Kloster Pforta