Gera (dpa/th) - Im Prozess gegen einen Bundeswehrausbilder wegen sexueller Nötigung einer Rekrutin ist der Angeklagte am Mittwoch vom Amtsgericht Gera wegen zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der 31 Jahre alte Oberfeldwebel soll zudem 700 Euro als Geldauflage an den Hospizverein Gera zahlen.

Ihm war vorgeworfen worden, in der Pionierkaserne Gera-Hain eine Rekrutin sexuell genötigt zu haben. Das Opfer hatte ausgesagt, der Mann habe sie stark betrunken in ihrem Bett festgehalten und sie an der Brust und ihm Intimbereich angefasst. Verurteilt wurde der Angeklagte jedoch nicht wegen einer sexuellen Nötigung in einem minder schweren Fall, sondern wegen fahrlässigen Vollrauschs.