Biederitz (dpa/sa) - Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt haben in Biederitz (Landkreis Jerichower Land) Teile einer mittelalterlichen Befestigungsanlage ausgegraben. Die Anlage sei unmittelbar nach dem Ende der Sachsenkriege im Jahr 805 gebaut worden, teilte das Landesamt am Mittwoch mit.

Es handele sich um ein Kastell aus der Zeit der Karolinger (751 bis 911), das in Chroniken als "ad aquilonem partem Albie contra Magadaburg" - im nördlich gelegenen Teil der Elbe gegenüber von Magdeburg - beschrieben worden sei. Die Lage der Ausgrabungsstätte in Biederitz stimme mit den Angaben aus der schriftlichen Überlieferung zur Lage des Grenzkastells gegenüber von Magdeburg überein.

Mitteilung des Landesamtes für Archäologie