Halle (dpa/sa) - Nach dem Terroranschlag von Halle steht künftig vor der Synagoge eine mobile Polizeiwache. Damit hätten die eingesetzten Polizisten eine zusätzliche Arbeitsmöglichkeit zur Verfügung, die die Schutzmaßnahmen unterstütze, teilte das Innenministerium am Freitag in Magdeburg mit. Die Maßnahme erhöhe sowohl Sichtbarkeit als auch Ansprechbarkeit von Polizei vor Ort, erklärte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU). Das Gotteshaus, das am 9. Oktober Ziel eines schwer bewaffneten Attentäters war, wird inzwischen rund um die Uhr bewacht.

Der Täter hatte versucht, sich mit Waffengewalt Zutritt zu einer Synagoge zu verschaffen. Mehr als 50 Menschen hielten sich zu diesem Zeitpunkt in dem Gebäude auf, um den jüdischen Feiertag Jom Kippur zu begehen. Der Attentäter konnte nicht ins Haus gelangen. Er tötete eine Passantin und später einen Mann in einem Döner-Imbiss. Der 27-Jährige gestand die Tat und gab rechtsextremistische sowie antisemitische Motive an.

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