Abbenrode (dpa/sa) - Tausende Menschen haben am Deutschen Mühlentag die Möglichkeit genutzt, sich historische Wind- und Wassermühlen in Sachsen-Anhalt anzuschauen. Allein bei der Wassermühle in Abbenrode im Harz und dem dazugehörigen Museum seien es bis Montagnachmittag 2000 bis 3000 Interessierte gewesen, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Mühlen Sachsen-Anhalt, Ludgar Eckers. Auch in anderen Mühlen im Land habe viel Betrieb geherrscht.

In Abbenrode wurde die historische Wassermühle für den Mühlentag in Gang gesetzt. Der letzte Müller hat dort den Angaben des Arbeitskreises zufolge bis 1947 gearbeitet. Auch andere Wasseranlagen wie die Mühle an der Selke im Falkensteiner Ortsteil Meisdorf (Landkreis Harz) und die Niedermühle in Coswig (Landkreis Wittenberg) zeigten Besuchern, wie die historischen Bauwerke innen aussehen.

Zudem beteiligten sich viele Windmühlen im Land. Unter anderem öffneten die Windmühle Jerichow (Landkreis Jerichow), in der nach eigenen Angaben bis 1990 gelegentlich noch Mehl gemahlen wurde, und die Windmühle in Pömmelte (Salzlandkreis) mit ihren riesigen Jalousieflügeln.

Der Deutsche Mühlentag wurde in diesem Jahr zum 26. Mal gefeiert. Bundesweit waren nach Angaben des Bundesverbands etwa 1000 Mühlen geöffnet. Ziel sei, ein breites Interesse an der rund 2000-jährigen Geschichte der technischen Denkmäler zu wecken. Neben den Mühlen öffneten in Sachsen-Anhalt am Pfingstmontag auch Schlösser, Klöster und Rittergüter zum Tag der offenen Schlösser ihre Türen.

Karte mit teilnehmenden Mühlen