Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Die Stadt Dessau-Roßlau hält trotz der Coronakrise in Deutschland vorerst an ihrem Plan fest, vom 20. bis 22. März Gastgeber eines bundesweiten Treffens von Amateurmusikern zu sein. Wie Oberbürgermeister Peter Kuras (FDP) am Montag sagte, behalte man sich vor, gegebenenfalls entsprechend zu reagieren. Unter dem Motto "Deutschland feiert die Musik. Und die, die es machen" wollen Teilnehmer aus ganz Deutschland in der Stadt und Umgebung bei Konzerten und Veranstaltungen ihr Können zeigen.

Dazu gehören Mitglieder von Gesangsvereinen, Blaskapellen, Orchestern, Kirchenchören ebenso wie Jazz-Combos. Nach bisherigen Angaben werden rund 1000 Teilnehmer erwartet. Zum Abschluss des Festivals werde bei einem Festakt (22. März) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Anhaltischen Theater Dessau erwartet. In Deutschland musizieren laut Bundesmusikverband Chor und Orchester (Trossingen/Baden-Württemberg/Berlin) rund 14 Millionen Menschen in ihrer Freizeit.

Unterdessen erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (SPD) in Berlin, zum Eindämmen der Coronavirus-Epidemie halte er Absagen von Veranstaltungen auch mit weniger als 1000 Teilnehmern für sinnvoll - wenn das Infektionsrisiko hoch ist. Alle Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern sollten aus Sicht seines Ministeriums in den kommenden Wochen und Monaten grundsätzlich nicht stattfinden. Das gebiete die Corona-Lage und das Ziel, die Ausbreitung zu verlangsamen. Kleinere Veranstaltungen müssten individuell auf das Infektionsrisiko hin betrachtet werden.

Tage der Chor- und Orchestermusik in Dessau-Roßlau