Rostock (dpa/mv) - Ein mutmaßlicher Drogendealer, der im Herbst mit 2,4 Kilogramm Kokain im Rostocker Überseehafen verhaftet worden ist, kommt jetzt in der Hansestadt vor Gericht. Der Prozess gegen den 44 Jahre alten Mann, der in Halle (Sachsen-Anhalt) wohnt, beginnt am Montag, wie das Landgericht am Freitag mitteilte.

Der Angeklagte soll im Oktober 2019 mit dem Bus von Halle nach Amsterdam gefahren sein und dort die Drogen gekauft haben. Dann fuhr er laut Anklage nach Berlin und stieg in einen Bus nach Malmö, um das Kokain in Schweden zu verkaufen. Im Überseehafen Rostock war die Reise des Mannes am 13. Oktober zu Ende: Fahnder entdeckten die Drogen im doppelten Boden seines Koffers. Seither sitzt der mutmaßliche Dealer in Untersuchungshaft.

"Die Hauptverhandlung findet wie gewohnt statt", teilte das Gericht mit Blick auf die Corona-Krise mit. Die Sitzordnung im Verhandlungssaal werde dem Abstandsgebot angepasst.