Halle (dpa/sa) - Im Prozess um den Tod von zwei Neugeborenen im Mansfelder Land hat die Mutter am Donnerstag vor dem Landgericht in Halle ein Geständnis abgelegt. Die 46-Jährige ist wegen Totschlags angeklagt. Sie gab zu, 2004 in Helbra und 2008 in Benndorf jeweils ein Kind im heimischen Bad zur Welt gebracht zu haben. Die Babys steckte sie in Plastiktüten verpackt in den Tiefkühlschrank. Ihre Schwangerschaft habe sie mit legerer Kleidung verborgen, sagte sie.

Die Frau begründete die Tötung der Säuglinge damit, dass ihr Partner keine weiteren Kinder haben wollte. Im Haushalt lebten bereits eine Tochter und ein Sohn. Das Paar ist seit Ende 2017 getrennt. Der Ex-Partner der 46-Jährigen hatte Anfang Januar 2018 die Polizei gerufen, weil es in der Wohnung einen toten Säugling gebe. Die Beamten fanden dann zwei Babyleichen. Der 55-jährige soll indes schon länger von einem toten Kind im Tiefkühler gewusst haben.