Berlin (dpa) - Sie ist ein besonderes Symbol der deutschen Teilung: Die "Uhr der Versöhnung" aus einer Kirche am Berliner Mauerstreifen soll bald wieder schlagen. Das Uhrwerk stand 58 Jahre lang still, nachdem die Versöhnungskirche mit der Grenzschließung am 13. August 1961 eingemauert worden war, wie die Diakonie Deutschland am Mittwoch erklärte. Der damalige Uhrenwart Jörg Hildebrandt habe aus Protest im Oktober 1961 die Zeiger auf "Fünf vor Zwölf" gestellt. Nun soll die Uhr am 28. August, zum 125. Gründungsjubiläum der alten Versöhnungskirche, wieder in Gang gesetzt werden - passenderweise um 11.55 Uhr.

Die Kirche im sogenannten Todesstreifen wurde 1985 - noch zu DDR-Zeiten - gesprengt. Heute steht dort die Kapelle der Versöhnung, die zur Gedenkstätte Berliner Mauer gehört. Die Uhr ist für Besucher im Foyer des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung in der Nähe der Gedenkstätte zu sehen - "als besonderes Symbol für Versöhnung und Hoffnung", heißt es.