Wolfsburg/Gifhorn (dpa/lni) - Durch die Schaffung besserer Lebensräume wollen niedersächsische Naturschützer der Rotbauchunke die Rückkehr im Osten des Landes ermöglichen. Für die Wiederansiedlung der Amphibien werde zurzeit im Naturpark Drömling in der Grenzregion zu Sachsen-Anhalt gebaut, teilte der Naturschutzbund (Nabu) kürzlich mit. Im Kreis Gifhorn würden dafür sechs neue Laichgewässer angelegt und in Wolfsburg in der Nähe des Allersees dichtes Gehölz zurückgeschnitten.

Nahe der Ortschaft Kaiserwinkel seien zuletzt kleine Froschlurche mit den auffälligen orange-roten Flecken gefunden worden. Die gezielte Suche verlief den Naturschützern zufolge aber erfolglos. Mit den neuen Gewässern sollen nun die möglicherweise vorhandenen Tiere zur Fortpflanzung angelockt werden. In Wolfsburg werden Bäume zurückgeschnitten, weil ihr Schatten laut Nabu die Gewässer für die Fortpflanzung anspruchsvoller Amphibienarten unbrauchbar macht.

Es sei nicht sicher, dass das aktuell einzige Vorkommen in Niedersachsen an der Elbe langfristig bestehen bleibe, sagt der Projektleiter des Nabu, Markus Richter. Mehrere Vorkommen an verschiedenen Stellen würden die Chance erhöhen, dass die Art irgendwo überlebe.

Naturpark Drömling

Nabu zur Rotbauchunke