Magdeburg/Merseburg (dpa/sa) - Der Innenexperte der Grünen im Landtag von Sachsen-Anhalt, Sebastian Striegel, hat eine konsequente Aufklärung der Vorwürfe gegen den Leiter des Ausländeramtes des Saalekreises gefordert. Dies müsse unverzüglich geschehen, gefordert seien der Saalekreis und das Innenministerium, erklärte der Landtagsabgeordnete am Donnerstag. Das Handeln der Behörde stehe seit Jahren in der Kritik. Immer wieder wurden von Betroffenen, Flüchtlingsorganisationen und Ehrenamtlichen Vorwürfe laut, wie unangemessenes Verhalten und rechtlich fragwürdiges Vorgehen.

Laut einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" trennt sich das Landratsamt von dem amtierenden Leiter des Ausländeramtes. Nach Informationen der Zeitung wird der Mann beschuldigt, unter anderem Nazi-Symbolik benutzt und per Whatsapp-Chat Kontakt zu einer Frau, die Kontakt mit der Ausländerbehörde hatte, aufgenommen zu haben. Gegenüber der Zeitung wies der Mann die Vorwürfe zurück.

Eine Sprecherin des Landratsamtes sagte auf dpa-Anfrage in Merseburg, das Arbeitsverhältnis mit dem amtierenden Amtsleiter sei einvernehmlich aufgehoben worden. Da es sich um eine Personalangelegenheit handele, würden keine weitere Informationen zu der internen Angelegenheit erteilt, auch nicht zu den Vorwürfen laut dem Zeitungsbericht. Der Mann war für eine Stellungnahme persönlich nicht zu erreichen. Sein dienstliches E-Mail-Postfach sei nicht mehr aktiv und werde demnächst gelöscht, lautete die Antwort auf eine schriftliche dpa-Anfrage.

Mitteilung Bericht Mitteldeutsche Zeitung