Magdeburg (dpa/sa) - Für Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten werden derzeit in Sachsen-Anhalt reibungslosere Übergänge vom Krankenhaus zur Reha und bis nach Hause erprobt. Die IKK gesund plus hat nach eigenen Angaben ein 3,4-Millionen-Euro-Projekt gestartet, das aus dem Innovationsfonds der Krankenkassen finanziert werde. Konkret gehe es darum, die übergreifende Versorgung der Kranken zu verbessern, sagte der Vorstand der IKK gesund plus am Freitag in Magdeburg. Dazu sei ein elfköpfiges Team mit Patientenkoordinatoren aufgebaut worden. Von dem Projekt profitierten derzeit gut 1300 Versicherte der Krankenkasse.

Die Koordinatoren sollen etwa dafür sorgen, dass die Patienten nach dem Reha-Aufenthalt schnell einen Facharzttermin für die weitere Behandlung bekommen. Es soll aber auch früher geklärt werden, welche Hilfsmittel die Betroffenen zu Hause brauchen. Auch um Pflegestufen geht es den Angaben zufolge. Bislang stünden die Patienten mit der Organisation meist allein da.

Der ärztliche Direktor des Neurologischen Rehabilitationszentrums Magdeburg und der Median Klinik Flechtingen, Michael Sailer, betonte: "Wir verlieren keine Zeit und sparen Geld, wenn es gut gemacht ist." Es gehe um die beste Versorgung für die Patienten.