Weißenfels/Naumburg (dpa/sa) - Rund ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod eines Säuglings in Weißenfels müssen sich weitere etwa 2200 Frauen einem Reihengentest unterziehen. Der Beschluss für einen zweiten DNA-Test liege vor, sagte Staatsanwalt Jürgen Neufang auf Anfrage. Mit der Untersuchung wollen die Ermittler bei der Suche nach der Mutter des toten Babys vorankommen. Die erste Testreihe hatte bei rund 200 Frauen keinen Treffer erbracht.

Die nun beschlossene zweite Untersuchung wurde deutlich großflächiger angelegt. Statt im Umkreis von 250 Metern um den Fundort der Leiche würden jetzt alle Frauen im Umkreis von 2,5 Kilometer zum Gentest geladen, sagte Neufang. Das tote Baby war Ende April 2017 in Weißenfels entdeckt worden. Der Körper wies Spuren massiver Gewalteinwirkung auf. Von der Mutter fehlt bisher jede Spur.