Köthen (dpa/sa) - Mit dem Spiegelsaal im Köthener Schloss ist am Mittwoch einer der schönsten Säle im Land nach seiner Restaurierung wiedereröffnet worden. In aller Pracht zeigt sich laut Kulturstiftung Sachsen-Anhalt die Decke mit über 1050 Stuck-Kassetten, die aus jeweils 72 Einzelteilen zusammengesetzt sind.

Die Wände mit Stuckmarmor wurden in strahlenden Farben frisch gestrichen, 720 Spiegel entfernt, gereinigt und anschließend wieder fachgerecht befestigt. Auch der Parkettboden wurde wiederhergestellt. Die Restaurierung nahm laut Stiftung rund sieben Jahre in Anspruch und kostete rund 1,33 Millionen Euro.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sprach von einem "Schmuckstück unserer kulturellen Landschaft". "Die Köthener sind diesem Saal traditionell eng verbunden, er ist gleichsam ihre Wohnstube als Herz des Schlosses." Wichtig sei ihm auch die Dachsanierung des Schlosses. Dafür seien neben 950 000 Euro an Landesgeld auch Bundesmittel in Höhe von 850 000 Euro bereitgestellt worden.

Im Spiegelsaal führte Johann Sebastian Bach (1685-1750) nach Stiftungsangaben in seiner Zeit als Hofkapellmeister auch erstmals die sechs Brandenburgischen Konzerte auf.

Kulturstiftung zum Schloss Köthen

Stadt Köthen zum Schloss

Pressemitteilung Staatskanzlei

Pressemitteilung Kulturstiftung Sachsen-Anhalt