Berlin (dpa) - 30 Jahre nach dem Mauerfall arbeitet der in der DDR geborene Maler Norbert Bisky (49) seine Erfahrung mit Teilung, Wiedervereinigung und den Folgen in einer zusammenhängenden Doppelausstellung auf. "Pompa" ist in der Matthäus-Kirche Berlin mit rund 40 Arbeiten zu sehen (10. November bis 16. Februar), für "Rant" hängen in der Potsdamer Villa Schöningen 47 Werke (9. November bis 23. Februar). "Beide Orte liegen nahe der ehemaligen Grenze", sagte Bisky am Donnerstag in Berlin, "das war mir sehr wichtig".

Auch szenisch wird an die Grenzsituation erinnert: Nachts werden aus der Kirche wie aus der Villa heraus Suchscheinwerfer die Umgebung optisch abtasten.

In der Matthäus-Kirche hat der Maler seine Arbeiten unter der etwa zwölf Meter hohen Decke montiert. Aus technischen Gründen hängen dort zum Teil auch Reproduktionen. Die Werke beginnen in der Zeit nach der Wende, umfassen Themen wie Aufruhr, Familie oder christliche Motive.

Dieser Teil der Doppelausstellung wird am Sonntag (10.11.) mit einem Gottesdienst eröffnet. Bisky, Sohn des langjährigen PDS-Vorsitzenden Lothar Bisky (1941-2013) und Bruder des Journalisten und Schriftstellers Jens Bisky, bezeichnet sich selbst als gläubigen Menschen, ohne dies einer Kirche zuzuordnen.

Für die Villa Schöningen in unmittelbarer Nähe der Glienicker Brücke hat Bisky in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche neue Arbeiten gemalt. Hier sind auch die meisten Werke zu finden, die sich mit DDR-Thematiken befassen.

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Ausstellung Pompa

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